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Weingut Beck-Winter

kontrolliert ökologischer Anbau

 

Über unsere Weine

Unsere Trauben reifen ausschließlich an den traditionellen Hängen des Moseltales, die aus Muschelkalk, Lehm und Keuper  bestehen. Die unterschiedliche Bodenbeschaffenheit der einzelnen Lagen beeinflusst den Ausdruck des Weines ebenso wie die Hanglage des Wein berges und der Jahrgang ( Witterungsverlauf ). Mit dem Rebschnitt im Winter wird der Ertrag reguliert und auf große Erntemengen zugunsten ausdrucksvoller Weine verzichtet.

Die Düngung erfolgt nur mit organischen Mitteln. Durch Bodenlockerung wird die Nährstoff-   aufnahme der Rebe aktiviert. Das Mulchen der Begrünung helfen, das natürliche Boden-    leben zu bewahren. Falls ein ungünstiger Witterungsverlauf es erfordert, kann zur Pflanzen-   stärkung und Pilzabwehr Kräuterjauchen, Algenextrakte, Propolis, Schwefel, Gesteins- und Tonmehle und in Ausnahmefällen Kupfer verwendet werden.

Ausbau der Weine

Beim Keltern der Trauben achten wir auf schonende Pressung unter geringem Druck. Aus den ausgepressten Trauben ( Trester ) wird Tresterbrandwein ( Grappa ) gebrannt. Nach dem Brennen werden die Beerenrückstände wieder in den Weinberg als Dünger ausgebracht. Die bei der Gärung ( der Umwandlung von Fruchtzucker in Alkohol ) ent-     stehende Kohlensäure bleibt weitgehend erhalten. Die Hefen und Gärnebenprodukte  (während des Gärprozesses noch in der Schwebe = Federweißer )  setzen sich mit der abklingenden Gärung als Hefedepot am Fassboden ab. Je nach Jahrgang und Be-    schaffenheit der Trauben reift der Wein einige Wochen auf diesem Depot.  Ohne Konservierung ist Wein nicht haltbar. Der nach der Gärung zugesetzte Schwefel ist daher für uns unumgänglich. Wir verwenden jedoch maximal 1/3 der gesetzlich erlaubten Menge. Andere Konservierungsstoffe sind auch nicht nötig. Nach dem Reifungsprozess auf dem Hefedepot hat sich  der Wein soweit geklärt, dass er von der Hefe abgezogen werden kann. Wichtig bei diesem Weinabstich ist, dass der Kontakt mit Sauerstoff vermieden wird. Nur so bleiben die leicht flüchtigen Aromastoffe und die Kohlensäure dem Wein erhalten. Getreu unserer Devise, in den Reifungsprozess so wenig wie möglich einzugreifen, ver-  zichten wir auf sogenannte Schönungsmittel. Dieses Risiko können wir uns leisten, da durch die schonende Behandlung von Beginn an, unerwünschte Nebenprodukte im Wein nicht vorhanden sind. Nach dem zweiten Abstich lassen wir den Wein noch einige Zeit im Fass reifen. Frühestens ein halbes Jahr nach der Lese wird er dann auf Flaschen gezogen.

 

Darauf sollten Sie achten:                                                                                                                                                                                                                                                  Wein kühl und dunkel lagern,                                                                                                vor dem Öffnen der Flasche den Wein einige Zeit ruhen lassen ( nach Transport ),            vorsichtig entkorken,                                                                                                            Trinktemperatur von etwa 12 Grad C beachten ( wichtig für die Entfaltung der Aromastoffe)

Unsere Rebsorten:

 

Der Elbling ( lat. albus = weiss ) ist eine weisse Rebsorte. Er gilt als die älteste Rebsorte Europas. Bereits von den Römern im Moselgebiet angebaut, war er bis ins Mittelalter auch die häufigste deutsche Rebsorte. Als reichhaltiger  Traubenträger war er bei denen beliebt die ihren Zehnten in Wein zu entrichten hatten. Wie 1990 durch DNA-Analysen festge-      stellt wurde, handelt es sich beim Elbling um die spontane Kreuzung zweier Sorten mit   heunischen ( Weisser Heunisch ) und fränkischen  (Taminer Sämling ) Anteilen.

Die Traube ergibt einen unkomplizierten und unverfälschten Weisswein, der sich auch hervorragend zur Sektherstellung eignet. Der Elbling ist säurebetonter, was ihn spritzig und fruchtig macht.

Rivaner ( auch Müller-Thurgau ) ist eine weiße Rebsorte. Sie wurde 1882 vom schweizer Rebforscher Herrmann Müller aus dem Kanton Thurgau an der Forschungsanstalt Geisenheim im Rheingau gezüchtet. Der Rivaner ist mit 42.000 ha Anbaufläche die erfolg reichste Neuzüchtung. Sie stellt an Klima und Boden keine großen Ansprüche. Trotzdem  reifen sie früh und bringen große Erträge. Der Wein ist aufgrund geringer Säure mild aber  dennoch fruchtig. Den Namen Rivaner hat sie bekommen, weil man bisher annahm, dass die Elternreben Riesling und Silvaner seien. Doch 1998 stellte sich aufgrund gentechnischer Untersuchungen heraus, dass es sich um eine Kreuzung von Riesling ( Mutter)  und Madeleine Royal ( Vater ) handelt.

 

 

 

 

Der Kerner ist eine Weinsberger- Züchtung aus Trollinger und Riesling. Er wurde Ende der  60er Jahre in Radebeul eingeführt. Er soll an den württembergischen Arzt und Dichter Justinius Kerner erinnern. Durch seine Ähnlichkeit mit Riesling hat er eine große Verbreitung gefunden und bringt gute Erträge. Der Wein ist frisch, fruchtig mit einem leichten   Muskatton.

                                                                                                                                                   

Bacchus oder frühe Scheurebe ist eine weisse Rebsorte, die eine Kreuzung von  Silvaner x Riesling und Müller-Thurgau ist. Sie wurde 1972 in Deutschland zugelassen. Sie  verdankt ihre Popularität bei Winzern dadurch, dass sie anders als der Riesling eine frühreife Rebsorte ist und sehr hohe Reifegrade erreicht. Die Weine sind sehr aromatisch und fruchtig und hat einen feinen Muskatton. Durch seinen geringen Säuregehalt empfiehlt er sich für magenempfindliche         Menschen.

Der Chardonnay ist eine weiße Rebsorte. Eine 1998 durchgeführte DNA-Analyse ergab, dass der Chardonnay das Ergebnis einer natürlichen Kreuzung von Pinot und Heunisch ist. Er bevorzugt kalkhaltige Böden ( wie an der Obermosel ), stellt aber an das Klima keine Ansprüche, sodass er nicht an die gemäßigten Bedingungen seiner Heimat Burgunder angewiesen ist. Wie der Riesling ist der Chardonnay eine sehr hochwertige Traube. Sein Wein zeichnet sich besonders durch Körperreichtum aus und er kann den Charakter der Weinbergslage gut zum Ausdruck bringen. Typisch ist sein Geschmack nach Walnüssen, zuweilen auch als rauchig bezeichnet.

 

 

 

Der Riesling ist eine weiße Rebsorte, die als eine der besten und wichtigsten Weiss weintrauben gilt. Sie bringt die besten Ergebnisse in kühleren Gegenden und wird vor allem in Deutschland angebaut. Der Riesling ist vermutlich eine Zufallskreuzung aus  Heunisch x Traminer-Klon. Er stellt in unserer Weinbauregion sehr hohe Anforderungen an die Lage, da er sehr spät reift.Optimale Bedingungen findet er an den Steillagen der Mosel, die in südwestlicher und südöstlicher Ausrichtung liegen. Der Geschmack der Weine zeichnet sich in der Jugend durch vielfältige fruchtige Aromen und viel Säure aus. Der Riesling   besitzt die Fähigkeit, den Charakter der Lage besonders gut zur Geltung zu bringen =Terroir.  Durch den relativ hohen Säuregehalt sind die Weine sehr gut lagerfähig. Dabei weichen die Fruchtaromen im Laufe der Reifung mineralischen und Bodentönen.

 

 

Blauer Spätburgunder ( Pinot Noir ) ist eine bedeutende und qualitativ sehr hoch-   wertige Rotweintraube, dass sie inzwischen in der Weinwelt als Edeltraube bezeichnet wird. Er ist der klassische Rote der kühlen Weinbaugebiete wie z.B. Burgund und fast in  allen deutschen Weinbaugebieten zu finden. Er ist ferner eine wichtige Rebsorte für den Champagner. Im Burgund ist der Spätburgunder vermutlich schon von den Römern angebaut worden. Er scheint in direkter Linie von einer Wildrebe abzustammen, wie DNA- Analysen 1990 ergaben.

 

Der Schwarzriesling ist eine rote Rebsorte, die mit dem weissen Riesling nur Wuchs und Form gemeinsam hat. Es wird angenommen dass der Schwarzriesling bei zahlreichen Kreuzungszüchtungen ( sehr oft mit Traminer ) beteiligt war und den Urvater der Burgunderfamilie darstellt. Schwarzriesling heißt in manchen Gegenden auch Müllerrebe ( in Frankreich Pinot Meunier ), da die stark behaarten Blätter auf der Unterseite aussehen, als wären sie mit Mehl bestäubt.

 

 

Souvignier gris ist eine 1983 neu gezüchtete pilzwiderstandsfähige weiße Rebsorte.Sie wurde aus den den Sorten Cabernet Sauvignon ( Mutter ) und Bronner ( Vater ) gekreuzt. Die Weine ähneln einem duftigen Weiß- und Grauburgunder und bei betonter Säure einem Chardonnay.

 

Unsere Winzersekte werden nach alter Tradition ( Methode Champenoise ) im Weingut hergestellt und mindestens 12 -24 Monate auf der Feinhefe gelagert und von Hand ge-   rüttelt.

Daraus entstehen elegante, feinperlige, fruchtbetonte und erfrischende Sekte mit sehr viel Fülle. Der besondere Charakter der Weine lässt sie im altklassischen Flaschengärverfahren zu einem aussergewöhnlichen Sekt reifen.

 

 

Brennen ist die Kunst, den Geist der Früchte, das sich im Prozess befindliche flüchtige Aroma zu konservieren. Eine Aufgabe, der wir uns 2010 gestellt haben. Das Aroma der Rohstoffe und die Unwägbarkeiten des Gär- und Brennprozesses ändern sich, müssen sorgfältig beobachtet und errochen werden.